Ein Linktree ist in fünf Minuten fertig, und genau deshalb steht die Frage so selten ehrlich im Raum: Reicht eine Liste aus Buttons für das, was du vorhast? Hier zuerst die vollständige Anleitung, danach die Punkte, an denen es für Affiliate-Empfehlungen eng wird.
Schritt für Schritt: dein Linktree in fünf Minuten
- Konto anlegen. Auf linktr.ee auf „Sign up“ klicken, Benutzernamen wählen. Er wird deine öffentliche Adresse:
linktr.ee/deinname. Wähle ihn so, wie dein Profil heißt, und nicht kreativer als nötig. - Links hinzufügen. Im Dashboard auf „Add link“, Adresse einfügen, Titel vergeben. Ein Eintrag pro Ziel.
- Seite gestalten. Profilbild hoch, eine Zeile Bio, Social-Icons ergänzen, ein Farbthema wählen.
- Adresse in die Bio setzen. Bei Instagram unter „Profil bearbeiten“ ins Feld „Website“, bei TikTok ins Linkfeld.
- Testen. Seite selbst aufrufen, jeden Link antippen, Reihenfolge festlegen.
Fertig. Was jetzt zählt, ist nicht das Design, sondern die Titel deiner Links. Sie entscheiden über die Klickrate weit stärker als die Hintergrundfarbe.
Zwei Entscheidungen aus Schritt 1 lohnen eine Minute Nachdenken. Der Benutzername landet in jeder Story, in jedem Beitrag und auf jeder Visitenkarte, und er lässt sich später nur mit Aufwand wechseln, weil alle geteilten Adressen dann ins Leere zeigen. Nimm denselben Namen wie auf Instagram, auch wenn er nicht der kürzeste ist. Und die Reihenfolge der Links ist keine Fleißaufgabe für später: die ersten beiden Einträge bekommen den Großteil der Klicks, alles darunter wird kaum noch gesehen.
Was der kostenlose Tarif von Linktree abdeckt
Der kostenlose Tarif ist dauerhaft, verlangt keine Kreditkarte und ist für den Anfang solide. Enthalten sind:
- unbegrenzt viele Links, nicht drei oder fünf, wie oft behauptet wird
- einfache Themes für Hintergrund und Buttons
- ein QR-Code zu deiner Seite
- einfache Klickstatistiken
- deine Adresse
linktr.ee/deinname - das sichtbare Linktree-Branding am Seitenfuß, das im kostenlosen Tarif bleibt
Auch Commerce-Funktionen gibt es inzwischen im kostenlosen Tarif, also Produktkarten, Trinkgeld und Verkäufe direkt von der Seite aus. Linktree ist damit längst nicht mehr nur eine Buttonliste. Der Unterschied liegt in der Form und im Preis dieser Verkäufe, nicht darin, dass es sie nicht gäbe.
Hinter der Bezahlschranke liegen vor allem Komfort und Tiefe. Starter bringt frei wählbare Farben und das Sammeln von E-Mail-Adressen mit, eine eigene Domain gehört ausdrücklich nicht dazu. Pro entfernt das Branding und liefert ausführlichere Auswertungen, Integrationen und automatische Direktnachrichten. Premium ist die einzige Stufe ohne Verkaufsgebühr. Die Beträge liegen bei etwa 8, 15 und 35 US-Dollar im Monat und sind im Jahresabo niedriger. Sieh vor einem Upgrade auf der Anbieterseite nach, die Staffelung wird regelmäßig angepasst.
Für den Start heißt das: der kostenlose Tarif reicht praktisch immer. Wechseln lohnt erst, wenn dich das Branding stört oder du wirklich mit den Auswertungen arbeitest.
Die Verwechslung, die uns am häufigsten begegnet: „Der kostenlose Tarif gibt nur fünf Links.“ Das stimmt nicht. Die Fünf stammt von Instagram, wo du seit 2023 bis zu fünf Links im Profil hinterlegen kannst. Bei Linktree ist die Zahl der Links auch kostenlos unbegrenzt.
Den Linktree-Link in die Instagram- oder TikTok-Bio setzen
Bei Instagram: Profil öffnen, „Profil bearbeiten“, Feld „Website“, Adresse einfügen, speichern. Das Feld wird nicht auf die 150 Zeichen deiner Bio angerechnet, du verlierst also keinen Platz für Text.
Bei TikTok: „Profil bearbeiten“, Linkfeld ausfüllen, speichern. Fehlt das Feld, liegt es am Kontotyp: mit einem Business-Konto gibt es keine Follower-Grenze, bei einem privaten Konto lag die Schwelle historisch bei etwa 1.000 Followern und unterscheidet sich je nach Land. Darunter kannst du die Adresse als reinen Text in die Bio schreiben.
Schreibe in beiden Fällen eine kurze Zeile über den Link. „Meine Empfehlungen und Codes“ bringt mehr Klicks als die nackte Adresse, weil sie einen Grund liefert.
Deine Seite gestalten, ohne zu bezahlen
Auch kostenlos lässt sich einiges einstellen, und drei Dinge wirken sofort:
- Reihenfolge. Das Aktuelle nach oben, Dauerbrenner darunter, alles Übrige ausblenden statt löschen.
- Titel mit Nutzen. Nicht „Link 1“, sondern „Meine Skincare-Routine komplett“ oder „15 Prozent mit meinem Code“.
- Ein klares Profilbild. Dasselbe wie auf Instagram, damit die Person merkt, dass sie richtig ist.
Was der kostenlose Tarif nicht hergibt: eigene Schriften, frei gewählte Farben und Hintergründe. Dafür beginnt der Starter-Tarif bei rund 8 US-Dollar im Monat (jährlich günstiger). Preise ändern sich, prüfe sie vor dem Upgrade auf der Anbieterseite.
Das Linktree-Logo entfernen: was das kostet
Das ist die Frage, die am häufigsten gestellt wird. Der Schriftzug am Seitenfuß verschwindet im kostenlosen Tarif nicht. Dafür braucht es den Pro-Tarif, der bei etwa 15 US-Dollar im Monat liegt (rund 14 Euro, jährlich günstiger).
Fair bleibt dabei: das ist bei fast allen kostenlosen Tools so, bei Spotilink ebenfalls. Der Hinweis auf der Seite ist das, was kostenlose Pläne bezahlt. Wenn dich das Wasserzeichen nicht stört, ist deine Seite trotzdem vollständig teilbar.
Nimmt Linktree etwas von deinen Einnahmen?
Hier kursiert die zweite große Verwechslung, und sie ist teurer als die erste. Die Verkaufsgebühr von bis zu 12 Prozent im kostenlosen Tarif (9 Prozent bei Starter und Pro, 0 Prozent bei Premium) gilt ausschließlich für Verkäufe über Linktrees eigenen Checkout. Wenn du ein digitales Produkt direkt auf deiner Seite verkaufst, greift sie.
Bei externen Affiliate-Links greift sie nicht. Was du über ein Partnerprogramm verdienst, läuft zwischen dir und der Marke, unabhängig davon, auf welcher Seite der Link stand.
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil beide Gruppen unterschiedlich rechnen müssen: Wer digitale Produkte verkauft, sollte die Gebühr einplanen. Wer Produkte empfiehlt, zahlt sie nie und sollte sein Tool nach etwas anderem aussuchen, nämlich danach, wie gut die Seite eine Empfehlung transportiert.
Typische Fehler, die Klicks kosten
- Zu viele Einträge. Ab sechs oder sieben verteilt sich die Aufmerksamkeit, und geklickt wird gar nichts mehr.
- Vage Titel. „Meine Seite“ sagt nichts. Schreibe den Nutzen hin.
- Kein Hinweis in der Bio. Der Link allein lädt nicht zum Tippen ein.
- Eingefrorene Seite. Was diese Woche läuft, gehört nach oben, der Rest nach unten.
- Tote Links. Ein Affiliate-Link, der ins Leere führt, ist eine verlorene Provision. Prüfe sie ab und zu.
- Nie in die Statistik geschaut. Selbst einfache Klickzahlen sagen dir, was funktioniert.
Der wirksamste dieser Punkte ist der letzte, und er kostet nichts. Sieh dir einmal im Monat an, welcher Eintrag Klicks bekommt und welcher seit Wochen still ist. Meist folgt daraus dieselbe Handlung: zwei Einträge nach oben, zwei ausblenden. Eine Seite, die alle vier Wochen sortiert wird, schlägt eine Seite, die einmal perfekt gebaut und dann vergessen wurde.
Wenn du mit Affiliate-Links arbeitest: Karten statt Liste
Angenommen, du empfiehlst ein Serum. Der Button „Mein Serum“ nennt ein Ziel, aber keinen Grund. Deine Community weiß nicht, warum ausgerechnet dieses Produkt, seit wann du es benutzt, ob es einen Code gibt.
Eine Produktkarte beantwortet das in zwei Sekunden: dein eigenes Foto, dein Urteil in einem Satz, dein Rabattcode zum Antippen, dein Affiliate-Link. Bewusst ohne Preis, denn der Preis steht im Shop, und die Karte hat nur eine Aufgabe, nämlich den Klick dorthin.
Der kostenlose Tarif umfasst 10 Produktkarten, deine eigene Adresse (spotilink.bio/deinname), Basisstatistiken und ein kleines Wasserzeichen. Der Creator-Tarif zu 9,90 Euro im Monat hebt das Kartenlimit auf, erlaubt unbegrenzte bezahlte Kooperationen, liefert ausführlichere Statistiken und entfernt das Wasserzeichen.
Alternativen zu Linktree im Überblick
| Tool | Kostenloser Tarif | Bezahlt ab | Gebühr auf Verkäufe | Gedacht für |
|---|---|---|---|---|
| SpotilinkUnser Tool | Ja, 10 Karten und eigene Adresse | 9,90 €/Monat | 0 % auf deine Affiliate-Einnahmen | Empfehlungen mit Codes |
| Linktree | Ja, mit Branding | ca. 8 $/Monat | bis 12 % im kostenlosen Tarif, nur eigener Checkout | Links auflisten |
| Beacons | Ja, funktionsreich | ca. 10 $/Monat | ca. 9 % im kostenlosen Tarif | Digitale Produkte |
| Bio.link | Ja | ca. 5 $/Monat | gering bis keine auf reinen Links | Einfache Linkseite |
| Carrd | Ja | ca. 19 $/Jahr | kein Shop | Einseitige Website |
| Stan Store | Nein, 14 Tage Test | ca. 29 $/Monat | 0 % in den bezahlten Stufen | Coaching, digitale Produkte |
Ausführlicher haben wir das unter Linktree-Alternative aufgeschrieben. Wenn du erst einmal verstehen willst, worum es beim Bio-Link überhaupt geht, fang beim Link in Bio an.
Kurz zusammengefasst
Einen Linktree zu erstellen dauert fünf Minuten: Konto, Links, Theme, Adresse in die Bio. Der kostenlose Tarif deckt unbegrenzt viele Links, einfache Statistiken und einen QR-Code ab, behält aber das Branding, und die Verkaufsgebühr betrifft nur den eigenen Checkout, nie deine Affiliate-Links.
Wenn deine Seite hauptsächlich Ziele auflistet, ist das eine gute Wahl. Wenn sie Produkte empfehlen soll, entscheidet nicht der Preis, sondern die Form: eine Karte mit Foto, Urteil und Code gibt einen Grund zum Klicken, eine Buttonzeile nicht.
