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Influencer-Preise berechnen: die Methode statt Liste

Es gibt keine gültige Preisliste. Die sechs Variablen, die den Preis machen, die Rechnung vom TKP bis zum Angebot, und wie du deine Zahl begründest.

Jules·

Veröffentlicht am 25. August 2026

·

7 Min. Lesezeit

Une créatrice se filme face à son téléphone sur trépied dans son salon, en train de présenter à la caméra

Häufige Fragen

Es gibt darauf keine allgemeingültige Antwort, und jede Zahl ohne Umfang ist wertlos. Der Preis hängt an sechs Dingen: erreichte Personen, Format und Produktionsaufwand, Anzahl der Inhalte, verlangte Nutzungsrechte, Exklusivität und Termindruck. Zwei Profile mit identischer Followerzahl können deshalb um den Faktor fünf auseinanderliegen, ohne dass eines davon falsch kalkuliert.

Leg zuerst den Umfang fest, dann rechne. Nimm die durchschnittliche Reichweite deines Formats aus den letzten 30 bis 90 Tagen, multipliziere sie mit deinem Preis pro tausend erreichte Personen und addiere danach getrennt die Nutzungsrechte, die Exklusivität und besondere Produktionskosten. Der Umweg über die echte Reichweite ist entscheidend, weil Follower und Reichweite bei fast niemandem dasselbe sind.

TKP steht für Tausend-Kontakt-Preis, also der Preis für tausend erreichte Personen. Er stammt aus der klassischen Mediaplanung und ist für Kooperationen nützlich, weil er unabhängig von deiner Größe funktioniert: Du multiplizierst die erwartete Reichweite eines Inhalts mit deinem TKP. Dein eigener Wert steigt mit Engagement, Produktionsaufwand und dem Wert deiner Nische, und er bleibt von Marke zu Marke gleich.

Auf Markenseite besteht das Budget aus mehr als den Honoraren: Produktkosten und Versand, Produktion, ein Puffer für Nachverhandlungen bei Nutzungsrechten und, falls Inhalte als Anzeige laufen sollen, das Mediabudget dafür. Der verlässlichste Weg zu einer belastbaren Zahl ist, dasselbe Briefing an mehrere vergleichbare Creator zu schicken und die Angebote zu lesen.

Sehr unterschiedlich, und die kursierenden Tabellen nach Followerstufen führen eher in die Irre, weil sie den Umfang nie nennen. Realistischer ist die Rechnung von unten: Wie viele Kooperationen pro Monat sind bei deiner Postingfrequenz möglich, und welchen Preis hältst du dabei durch. Dazu kommen bei vielen Creatorn Affiliate-Provisionen, die unabhängig von einzelnen Kooperationen laufen.

Dieselbe Rechnung, andere Ausgangswerte. Auf TikTok schwankt die Reichweite pro Video stärker als auf Instagram, deshalb ist der Durchschnitt über mehrere Wochen dort noch wichtiger als der letzte Erfolg. Rechne mit dem Median deiner letzten Videos, nicht mit dem einen, das gelaufen ist.

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