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Influencer-Vertrag: welche Klauseln du prüfen solltest

Was in einem Kooperationsvertrag steht, Absatz für Absatz, und die Stelle, die fast niemand liest: die, die entscheidet, wann du dein Geld bekommst.

Jules·

Veröffentlicht am 25. August 2026

·

8 Min. Lesezeit

Une créatrice écrit son plan de contenu dans un carnet, son téléphone posé face contre la table

Häufige Fragen

Ein Influencer-Vertrag ist die schriftliche Vereinbarung zwischen einer Marke und einer Creatorin oder einem Creator über eine bezahlte Kooperation. Er hält fest, was geliefert wird, was dafür gezahlt wird, bis wann, und was die Marke anschließend mit dem Inhalt machen darf. Gelesen wird er meistens erst dann richtig, wenn etwas nicht wie geplant läuft.

Im Netz kursieren viele Muster und Vorlagen, oft als Word-Datei oder PDF. Wir veröffentlichen bewusst keines: Ein Vertragstext ist keine Blogbeilage, er hängt an eurer konkreten Absprache, und ein unpassend ausgefülltes Muster ist schlechter als gar keines. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Was wir stattdessen liefern, ist die Liste der Punkte, die du in einem beliebigen Muster nachschlagen und hinterfragen solltest, bevor du unterschreibst.

Nutzungsrechte regeln, was die Marke mit deinem Inhalt tun darf, nachdem du ihn geliefert hast. Vier Angaben machen den Unterschied: für wie lange, in welchen Ländern, auf welchen Kanälen, und ob der Inhalt auch als bezahlte Werbung geschaltet werden darf. Fehlt eine dieser Angaben oder steht dort eine sehr weite Formulierung, ist das der wichtigste Punkt zum Nachfragen.

Umgangssprachlich wird beides gleich verwendet. In der Praxis meint Influencer-Marketing-Vertrag häufig die Vereinbarung zwischen der Marke und einer Agentur über eine ganze Kampagne, während der Influencer-Vertrag die Vereinbarung mit der einzelnen Creatorin ist. Für dich zählt das Dokument, in dem dein Name steht: Nur dessen Klauseln binden dich, auch wenn die Agentur nebenbei von Kampagnenbedingungen spricht.

Der Vertrag sagt dir, wann du sie stellst und wann sie fällig ist, und das ist der Teil, den du dort nachlesen solltest. Was inhaltlich auf einer Rechnung stehen muss, hängt dagegen von deinem Status und deiner steuerlichen Situation ab, und das ist eine Frage für deine Steuerberatung, nicht für einen Blogartikel. Achte im Vertrag vor allem darauf, woran die Zahlungsfrist hängt: am Rechnungseingang, an der Veröffentlichung oder an einer Freigabe.

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