Ein Influencer-Rabattcode ist ein persönlicher Code, den eine Marke dir als Creatorin oder Creator gibt: deine Community bekommt damit einen Rabatt, und jeder Kauf mit diesem Code wird dir zugerechnet. Dieser Artikel richtet sich an Creator, die so einen Code bekommen und gut einsetzen wollen. Suchst du dagegen einen Code zum Einlösen, ist die verlässlichste Quelle das Profil der Person selbst, ihre Bio-Links oder ihre Link-in-Bio-Seite, denn dort steht der Code, den die Marke ihr wirklich gegeben hat.
Was ein Influencer-Rabattcode ist und wem er was bringt
Ein Code, drei Beteiligte, drei verschiedene Interessen.
- Deine Community bekommt einen Preisnachlass oder eine Zugabe. Das ist der Grund, warum sie den Code überhaupt eintippt, statt einfach zu bestellen.
- Die Marke bekommt eine Zuordnung. Jeder Kauf mit deinem Code landet in ihrem System bei dir, egal ob die Person über einen Link kam, über die Suche oder drei Tage später direkt im Shop.
- Du bekommst, was vereinbart ist: eine Provision pro Verkauf, ein festes Honorar für die Kooperation oder beides. Steht nichts dazu in deiner Absprache, frag nach, bevor du den Code zum ersten Mal teilst.
Wichtig ist der Unterschied zu zwei Dingen, die ähnlich aussehen. Ein allgemeiner Gutscheincode der Marke, den jeder im Newsletter findet, ist niemandem zugeordnet, er bringt dir nichts. Ein Affiliate-Link ordnet den Kauf ebenfalls dir zu, aber nur über den Klick. Dein persönlicher Code tut das über das Wort, das jemand eintippt, und genau deshalb funktioniert er auch dort, wo kein Link klickbar ist.
Wie der Code in dein gesamtes Affiliate-Geschäft passt, Programme, Links und Kennzeichnung eingeschlossen, erklärt der Leitfaden Affiliate Marketing auf Instagram.
Wie du deinen eigenen Rabattcode bekommst
Es gibt drei Wege, und sie schließen sich nicht aus.
1. Direkt über eine Kooperation. Du arbeitest mit einer Marke zusammen, und der Code ist Teil der Absprache. Das ist der häufigste Weg, und er beginnt oft mit einer Anfrage, die du selbst schickst. Schreib kurz, warum gerade du zu dieser Marke passt, und hänge dein Media Kit an: Reichweite, Zielgruppe, Beispiele früherer Empfehlungen.
2. Über das Partnerprogramm einer Marke. Manche Marken vergeben persönliche Codes an alle, die in ihr Partnerprogramm aufgenommen werden. Ob das so ist, steht in den Bedingungen des Programms, meist erreichbar über einen Punkt wie „Partnerprogramm“ oder „Affiliate“ im Footer der Marken-Website.
3. Über Plattformen, auf denen Marken Creator suchen. Dort schreiben Marken Kampagnen aus, und der Code ist eines der Werkzeuge, mit denen sie das Ergebnis messen. Lies auch hier vor der Zusage, was genau du bekommst.
Egal welcher Weg: diese Punkte solltest du klären, bevor du den Code teilst, am besten schriftlich.
- Vergütung: Provision pro Verkauf, festes Honorar oder beides? Und wenn Provision, auf welchen Betrag, vor oder nach Rabatt und Rücksendungen?
- Laufzeit: Ab wann und bis wann gilt der Code? Ein Code, der still abläuft, während er noch in deinen Highlights steht, kostet dich Vertrauen.
- Rabatt und Bedingungen: Wie hoch, auf welche Produkte, mit welchem Mindestbestellwert?
- Auswertung: Wer zählt die Verkäufe, und wie oft bekommst du die Zahlen zu sehen?
- Exklusivität: Darfst du in der gleichen Zeit für Konkurrenzmarken werben?
Wie solche Punkte in einem Vertrag stehen und worauf du beim Lesen achtest, zeigt der Artikel zum Influencer-Vertrag.
Den Code wählen
Wenn die Marke dich fragt, welcher Code es sein soll, hast du einen Vorteil, den viele verschenken.
- Kurz. Je kürzer der Code, desto seltener vertippt sich jemand auf dem Handy.
- Dein Name oder Handle. Ein Code mit deinem Namen erinnert beim Einlösen daran, von wem die Empfehlung kam.
- Eine Schreibweise, überall. Großbuchstaben, keine Verwechslungsgefahr zwischen 0 und O, kein Leerzeichen. Und dieselbe Schreibweise in Story, Caption und auf deiner Seite.
- Eine Zahl nur, wenn sie hilft. Eine Zahl für den Rabatt, etwa „10“, ist nützlich, solange der Rabatt gleich bleibt. Ändert er sich, steht im Code eine falsche Zahl.
Rabattcode oder Affiliate-Link: beides nutzen
Ein Code und ein Link konkurrieren nicht, sie decken verschiedene Momente ab.
Der Code überlebt überall, wo kein Link funktioniert: in einem gesprochenen Satz im Reel, in einem Screenshot, den jemand später wiederfindet, in einer Unterhaltung unter Freundinnen. Der Link trägt den Klick: ein Tipp, und die Person steht beim Produkt, ohne suchen zu müssen.
Am stärksten ist die Kombination: ein Link, der zum Produkt führt, und ein Code daneben, der den Kauf leichter macht. Im Amazon-Partnerprogramm arbeitest du mit dem Partnerlink. Wie es funktioniert, mit welchen Provisionen pro Kategorie und welchen Bedingungen für neue Konten, steht im Leitfaden zum Affiliate Marketing.
Wo du den Code teilst
Ein Code wirkt nur, wenn deine Community ihn findet, wenn sie bereit ist zu kaufen. Das ist selten der Moment, in dem sie die Story sieht.
- In der Story. Gut für den Moment, schwach für später: eine Story ist schnell weg. Wenn ein Code länger gilt, leg die Story als Highlight ab.
- In Caption und angepinntem Kommentar. Der Code ist dort lesbar und kopierbar, auch wenn ein Link in der Caption nicht klickbar wäre.
- In den Links deines Instagram-Profils. Laut Instagram-Hilfe (Stand: Oktober 2026) kannst du bis zu fünf Links hinterlegen, über Profil bearbeiten, Links, Externen Link hinzufügen. Eine reine Linkliste zeigt den Code aber nicht.
- Auf TikTok. Laut TikTok-Hilfe (Stand: Oktober 2026) bekommst du einen Link im Profil ab mindestens 1.000 Followern oder mit einem verifizierten Business-Konto. Bis dahin bleibt der Code in Video und Beschreibung dein Werkzeug.
- Auf deiner Link-in-Bio-Seite. Die Stelle, an der jemand nachsieht, wenn er sich Tage später erinnert: „Die hatte doch einen Code.“ Dort sollte jeder aktive Code stehen, neben dem passenden Produkt. Wie du eine solche Seite aufsetzt, erklärt Was bedeutet Link in Bio?, und wer mit Linktree startet, findet die Schritte unter Linktree erstellen.
Rabattcode kennzeichnen
In Deutschland ist das der Teil mit den meisten Fragen. Wir geben wieder, was die Quellen sagen, gelesen am 28. Oktober 2026, und sprechen kein Urteil über deinen Einzelfall. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel lass dich rechtlich beraten.
Was die Medienanstalten empfehlen. Der Leitfaden der Medienanstalten „Werbekennzeichnung bei Online-Medien“ (Stand: Mai 2025) hat für Rabattcodes eine eigene Zeile. Für Bild- und Textbeiträge empfiehlt er ein deutlich lesbares „Werbung“ oder „Anzeige“ in unmittelbarer Nähe des Rabattcodes, in Videos ebenso, hörbar oder lesbar, in unmittelbarer zeitlicher oder räumlicher Nähe. Im Erläuterungsteil heißt es, dass die Veröffentlichung von Rabattcodes genauso als Werbung zu kennzeichnen ist wie ein Link aus kommerziellem Interesse. Und wer in einem Video einen Rabattcode einblendet, hat laut Leitfaden keine bloße Produktplatzierung mehr, sondern Werbung. Für den Affiliate-Link neben dem Code empfiehlt er ein Symbol (*) und eine Erläuterung in unmittelbarer Nähe des Links. Gekennzeichnet wird jeder werbliche Beitrag einzeln, auch jedes Story-Slide. „ad“ oder „sponsored by“ reichen laut Leitfaden nicht.
Was im Gesetz steht. Der Leitfaden versteht sich als „Übersetzungshilfe der entsprechenden Bestimmungen von Medienstaatsvertrag (MStV) und Digitale-Dienste-Gesetz (DDG)“. Für Angebote mit Schwerpunkt auf Bild und Text nennt er § 22 Abs. 1 MStV, nach dem Werbung „als solche klar erkennbar“ sein muss, und § 6 Abs. 1 DDG, für Video und Audio die §§ 8 und 10 MStV. Aus § 6 Abs. 1 DDG ist Nr. 3 für Codes besonders relevant: Angebote zur Verkaufsförderung wie Preisnachlässe müssen klar als solche erkennbar sein, und die Bedingungen für ihre Inanspruchnahme müssen leicht zugänglich und klar angegeben sein. Mindestbestellwert und Laufzeit sind solche Bedingungen. Daneben steht § 5a Abs. 4 UWG: unlauter handelt, wer „den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht, sofern sich dieser nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt“, und das Nichtkenntlichmachen geeignet ist, Verbraucher zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die sie andernfalls nicht getroffen hätten. Für Handlungen zugunsten eines fremden Unternehmens heißt es dort weiter: „Der Erhalt oder das Versprechen einer Gegenleistung wird vermutet, es sei denn der Handelnde macht glaubhaft, dass er eine solche nicht erhalten hat.“
Was der BGH 2021 gesagt hat. In seinen Urteilen vom 9. September 2021 (I ZR 90/20 und zwei weitere Verfahren) hat der Bundesgerichtshof laut Pressemitteilung Nr. 170/2021 festgehalten: Bekommt eine Influencerin für einen Beitrag eine Gegenleistung, muss für die Verbraucher erkennbar sein, dass der Beitrag ein fremdes Unternehmen fördern soll.
Was Instagram anbietet. Laut Meta-Hilfebereich erscheint über Beiträgen, bei denen du einen Partner hinzufügst, das Label „Bezahlte Werbepartnerschaft mit“. Der Leitfaden akzeptiert solche Plattform-Werkzeuge als alleinige Kennzeichnung, wenn sie „Werbung“, „Anzeige“ oder „bezahlte Werbepartnerschaft“ anzeigen und die übrigen Anforderungen erfüllt sind. Dein Code in der Caption oder im Kommentar steht aber unter Umständen weit weg vom Label, deshalb setzen viele Creator das Wort „Werbung“ zusätzlich direkt an den Code.
Mehr zur Kennzeichnung von Links und zum Unterschied zwischen bezahlten Beiträgen und eigenen Käufen steht im Leitfaden zum Affiliate Marketing.
Was dein Code bringt, messen
Die Zahl, die zählt, ist die Zahl der Käufe mit deinem Code, und die hat nur die Marke. Frag deshalb von Anfang an, wie du an sie kommst: über ein Partner-Dashboard, einen monatlichen Bericht oder eine kurze Mail auf Nachfrage.
Was du selbst messen kannst, ist der Schritt davor: wie viele Menschen sich für die Empfehlung überhaupt interessieren. Lege beides nebeneinander. Viele Klicks und wenige Käufe heißen meist, dass der Rabatt oder das Produkt nicht überzeugt. Wenige Klicks heißen, dass die Empfehlung zu schwer zu finden ist.
Deine Codes auf deiner Spotilink-Seite
Eine Link-in-Bio-Seite ist die Stelle, an der ein Code am längsten lebt. Mit Spotilink für Affiliate-Links bekommt jeder Code seinen Platz auf einer Karte, die du selbst baust: dein Foto vom Produkt, dein Urteil in einem Satz, dein Code, den deine Community mit einem Tipp kopiert, und dein Affiliate-Link.
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Von deinen Affiliate-Provisionen behält Spotilink 0 %. Der Gratis-Tarif umfasst 10 Produktkarten und eine selbst gewählte Adresse, mit dem Hinweis „Erstellt mit Spotilink“. Die Statistik zeigt dir Klicks pro Karte, nie Verkäufe oder Euro-Beträge: die Käufe mit deinem Code stehen im Bericht der Marke. Die Kennzeichnung bleibt deine Aufgabe, schreib „Werbung“ direkt zum Code auf der Karte.
